"Das Wohnhaus wird zur Kampfarena".
Wohnen dürfe nicht dem freien Markt überlassen werden,
warnt der Berliner Soziologe Hartmut Häußermann. Sonst
drohen soziale Spaltung und am Ende Slums.
(Zum Artikel)
Wenn der Investor klingelt - Aus der Traum
vom humanen Wohnen für alle.
Mit dem Verkauf von Millionen Sozialwohnungen an internationale
Fonds verraten deutsche Städte ein Jahrhundertwerk Von Roland
Kirbach.
(Zum Artikel)
Auch Innenminister hält WOBA-Verkauf für unsinnig.
In einem Interview mit der Zeitung „Welt“ am 10.01.
2006 erklärt Sachsens Innenminister Buttolo (CDU) auf die Frage,
was er vom Verkauf der WOBA halte: „Ich habe damit meine Probleme.(...)
Was ich für schlechthin unsinnig halte, das ist der Verkauf
kompletter Unternehmen. Denn damit verliere ich eine wichtige Manövriermasse
für die kommunale Daseinsvorsorge.“
Die Bürgerinitiative „WOBA erhalten!“ sieht sich
durch diese Äußerungen bestätigt. Mitinitiator und
DGB Regionschef Hron: „Der Innenminister folgt in seiner Aussage
unserer Argumentation gegen den Totalverkauf der WOBA.“ Denn
durch den Verkauf von fast 20 % des Wohnungsbestandes geht laut
Meinung der Bürgerinitiative ein direkter Einfluss auf die
Stadtentwicklung verloren. Hartz-IV-Empfänger und Niedrigverdiener
fänden noch schwieriger angemessenen Wohnraum.
Hron appelliert an die Parteikollegen des Innenministers im Dresdner
Stadtrat, sich dieser Auffassung anzuschließen: „Der
Stadtrat hat es in der Hand, er kann sich gegen den bisher geplanten
Totalverkauf aussprechen und den Vorschlag der Bürgerinitiative
nach einem Teilverkauf aufnehmen.“
Aber auch ohne ein Einlenken der bisherigen Verkaufsbefürworter
im Stadtrat glaubt Hron nicht an einen Totalverkauf der WOBA: „Die
Dresdnerinnen und Dresdner wollen den Verkauf der WOBA nicht, dass
zeigen die bisher über 40.000 Unterzeichner des Bürgerbegehrens
gegen den Totalverkauf der WOBA deutlich“, so Hron abschließend.
Innenminister Albrecht Buttolo kritisiert Woba-Verkauf
Gestern hat der neue sächsische Innenminister Albrecht Buttolo
(CDU) mit einem Interview in der Zeitung "Die Welt" für
einiges Aufsehen und auch Verwunderung in Dresden gesorgt. Nach
seiner Meinung zum Totalverkauf der Dresdner Woba befragt, sagte
Buttolo dort: "Ich habe damit meine Probleme. Aber ich will
nicht missverstanden werden. Ich bin ja kein Verächter des
Marktes und des Wettbewerbs. Eine Veräußerung gut ausgewählter,
unsanierter, zukunftsfähiger Quartiere kann ich mir durchaus
vorstellen. Dabei müsste es sich um Stadtteile handeln, die
langfristig am Stadtumbau nicht beteiligt sind. Für derartige
Wohnungspakete ließe sich am Markt ein hervorragender Preis
erzielen. Was ich für schlechthin unsinnig halte, das ist der
Verkauf kompletter Unternehmen. Denn damit verliere ich eine wichtige
Manövriermasse für die kommunale Daseinsvorsorge. Am Ende
werde ich auf Strukturen sitzen bleiben, die nichts mehr mit der
europäischen Stadt zu tun haben."
Auf die Frage, ob nicht vielleicht doch mit Wohnungsverkäufen
ein "Ei des Kolumbus" gefunden worden sei, wie man verschuldete
städtische Haushalte mit einem Schlag sanieren könne,
sagte Buttolo: "Die Not in vielen Kommunen ist sehr groß.
Und gewiss kann man damit Haushaltslöcher stopfen. Aber nachhaltig
ist diese Sanierung nicht. Wenn das Geld ausgegeben ist, kommt kein
neues hinzu."
Natürlich liege die Entscheidung über den Woba-Verkauf
bei der Stadt, sagt der Pressesprecher des Innenministeriums, Lothar
Hofner, auf DNN-Anfrage. "Aber Herr Buttolo ist gefragt worden,
und das ist seine persönliche Meinung zu dem Thema". Als
unzulässige Einmischung in kommunale Selbstverwaltung sieht
der Pressesprecher die Äußerungen nicht.
Oberbürgermeister Ingolf Roßberg (FDP) sieht das wohl
ein wenig anders. "Die Städte in Deutschland müssen
ja gerade für die Daseinsvorsorge ihrer Bürger kommunales
Eigentum verkaufen, weil Bund und Länder nicht für die
ausreichende finanzielle Ausstattung sorgen", sagt er. "Wenn
also der Innenminister meint, sich zu Fragen der kommunalen Selbstverwaltung
zu äußern, sollte er bei seinem Finanzminister vorstellig
werden. Über ein Konzept der beiden zur Entschuldung der Kommunen
würden wir uns freuen, statt dessen rollt zum Beispiel mit
Hartz IV die nächste Kostenwelle auf die Städte zu."
Die Initiatoren der Bürgerinitiative "Woba erhalten"
sehen sich indes durch die Äußerungen Albrecht Buttolos
bestätigt. "Der Innenminister folgt in seiner Aussage
unserer Argumentation gegen den Totalverkauf der Woba", sagte
DGB-Regionschef Ralf Hron.
heha
Sächsischer Innenminister Buttolo (CDU)
kritisiert geplanten
WOBA-Totalerkauf
Wesjohann (GRÜNE): Es geht um Stadtentwicklung, nicht um Ideologie
Zur Kritik des sächsischen Innenministers Albrecht Buttolo
(CDU) am
geplanten Totalverkauf der Dresdner WOBA erklärt Achim Wesjohann,
Stadtvorstandssprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Dresden:
„Die Aussagen
des Staatsministers Buttolo zeigen, dass es bei der Auseinandersetzung
um
den Verkauf des städtischen Wohnungseigentums in Dresden nicht
um
ideologische Fragen, sondern um die langfristigen Perspektiven der
Stadtentwicklung geht. Entsprechend sollte die Debatte auch geführt
werden.„
Der sächsische Innenminister Albrecht Buttolo (CDU) hat in
einem Interview
mit der Zeitung DIE WELT (10.01. 2006) zur Stadtumbaupolitik in
Sachsen den
geplanten WOBA-Totalverkauf kritisiert. Bei einer grundsätzlichen
Bejahung
von Teilverkäufen im Bereich des kommunalen Wohnungseigentums
bezeichnet
Buttolo den Verkauf kompletter Unternehmen als „schlechthin
unsinnig„.
Dadurch, so Buttolo, verliere man „eine wichtige Manövriermasse
für die
kommunale Daseinsvorsorge„. Der Staatsminister betont in dem
WELT-Interview,
dass die Städte „das Steuerungsinstrument für den
Stadtumbau in der Hand
behalten„ müssen, „um die Entwicklung in die richtigen
Bahnen zu lenken„.
Die Sanierung städtischer Haushalte durch solche Verkäufe
sei nicht
nachhaltig. Einen „falsch gesteuerten oder gar nicht mehr
zu steuernden
Stadtumbau„ müsse „am Ende der Staat, also der
Steuerzahler teuer bezahlen„.
Grünensprecher Wesjohann hofft, dass diese Aussagen auch bei
Albrecht
Buttolos Parteifreunden in Dresden Beachtung finden. Dass der Staatsminister
sich zum WOBA-Verkauf äußere, zeige, dass die Verkaufsentscheidung
überregionale Bedeutung hätte. „Der Innenminister
spricht mit Stadtumbau und
Stadtentwicklung Themen an, die in der Dresdner Debatte zum WOBA-Verkauf
bislang kaum eine Rolle gespielt haben. Vielleicht ändert sich
das ja noch.„
Die Äußerungen des CDU-Politikers zeigen, dass es nicht
um eine
Auseinandersetzung zwischen „rechts„ und „links„
gehe: „Man kann darüber
diskutieren, welche Rolle kommunales Wohnungseigentum spielen sollte
und
welche nicht. Aber das geht schlecht vor dem Hintergrund eines Totalverkaufs
im Schnellverfahren„, so Wesjohann. Es sei gut, dass Innenminister
Buttolo
die Frage nach der Nachhaltigkeit des Verkaufs aufwerfe.
Bürgerinitiative sieht sich bestätigt:
WOBA-Verkauf ist unsozial!
Die Pressemeldungen der letzten Tage zeigen es deutlich, der bisher
geplante 100%-ige Verkauf der WOBA darf so nicht stattfinden.
Ralf Hron, Mitinitiator der Bürgerinitiative und DGB-Regionsvorsitzender
sieht sich in seinem Bestreben, den Totalverkauf der WOBA aufzuhalten
bestätigt. “Erst kamen Meldungen über 100 Mio. Euro,
die nicht in den Schuldenabbau gehen sollen und nun weitere über
den fehlenden Mieterschutz bei Mieterhöhungen. Dies sind alles
Dinge, auf die wir als Bürgerinitiative von Anfang an hingewiesen
haben.” Hron weiter, “der geplante Verkauf ist weder
für die Stadt noch für die Mieter von Vorteil. Die Erlöse
werden in den nächsten Jahren verfrühstückt und der
Schuldenberg wieder erneut aufgetürmt. Die Überlegungen
darüber, was dann als nächstes verkauft werden kann liegen
ja schon längst in den Schubladen”.
Für den DGB sind die zu schützenden Rechte der Mieter
eine wichtige Motivation für die Beteiligung am Bürgerbegehren.
So ist sich Hron sicher, das Fehlen einer entsprechenden Klausel
in der Sozialcharta für eventuelle Mieterhöhungen sei
kein Versehen. “Mal davon abgesehen, dass der einzelne Mieter
bestimmt schlechte Karten hat, wenn er Unternehmen wie Apellas oder
Fortress verklagen wolle, so hat die Stadtverwaltung beim Ausarbeiten
der Sozialcharta bewusst auf einen solchen Passus verzichtet”.
Hron nimmt an, dass es sich dabei um schlichte Verkaufspreisüberlegungen
handelte. Es sei dabei natürlich nicht hinnehmbar, dass solche
Dinge zu Lasten der Mieter geschähen.
“Diese Meldungen bestätigen uns als Bürgerinitiative,
an unserem Vorhaben weiterhin festzuhalten. Ich bin mir sicher,
dass wir die erforderlichen 63.000 Unterschriften nach dem entscheidenden
Stadtratsbeschluss vorlegen können. Dann sind unsere Aussichten
gut, den Verkauf zu stoppen”, Hron abschließend.
Grüne fordern Frau Ostrowski und die
PDS auf,
den 100%-Verkauf der WOBA abzulehnen
Grundbedingung für PDS-Zustimmung zum Verkauf nicht erfüllt
Die Bündnisgrüne Fraktion begrüßt, dass Finanzdezernent
Vorjohann nun erstmals auch öffentlich zugegeben hat, dass
die WOBA-Erlöse nicht zu 100% in die Entschuldung fließen.
"Was wir schon lange kritisierten , ist damit nun endlich in
der Öffentlich klar gestellt", so Fraktionssprecherin
Eva Jähnigen.
Die bündnisgrüne Fraktion fordert nun die PDS-Verkaufsbefürworter
und insbesondere Frau Ostrowski auf, den WOBA-Komplett-Verkauf abzulehnen.
"Wenn die PDS jetzt noch dem Verkauf und auch dem Haushalt
zustimmen kann, wäre das verlogen und eine Täuschung der
Öffentlichkeit", so Jähnigen.
"Frau Ostrowski hat mehrfach öffentlich erklärt,
dass der WOBA-Verkauf mit
ihr nur zu machen ist, wenn jeder Euro des Erlöses in die Entschuldung
fließt. Damit muss die PDS sowohl den WOBA-Totalverkauf als
auch den vorliegenden Haushaltsentwurf ablehnen."
Achim Wesjohann
nach oben Lügen
haben kurze Beine ...
... und WOBA-Verkaufsgegner einen langen Atem!
Zur heutigen Äußerung von Christine Ostrowski (PDS)
erklärt die finanzpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Sabine
Friedel:
"Frau Ostrowski sollte mit dem Vorwurf der Lüge äußerst
zurückhaltend sein.
Ostrowski verspricht: Alle WOBA-Erlöse gingen in die Schuldentilgung.
Kein einziger Cent würde für Investitionen ausgegeben.
Die Wahrheit ist:
Ostrowski lügt.
1. Schon vor dem Verkauf sind 73 Millionen EUR des WOBA-Geldes
ausgegeben. Dazu heißt es im Vorbericht des Haushaltsentwurfes
(S. 5): "Im Vermögenshaushalt werden die im Jahre 2005
veranschlagten Privatisierungserlöse in Höhe von 73,1
Mio. EUR aufgrund des noch andauernden Veräußerungsverfahrens
von Gesellschaftsanteilen des Konzerns WOBA Dresden nicht mehr erzielt.
Die mit dem Jahresabschluss 2005 voraussichtlich entstehende Deckungslücke
wird nach Eingang des Kaufpreises im Jahre 2006 ausgeglichen."
2. Durch den Verkauf entstehen gravierende Kosten. Zum einen fehlen
jedes Jahr 10 Millionen EUR aus den Gewinnrückführungen.
Und zusätzlich kostet die planlose Tilgung Vorfälligkeitszinsen
in zweistelliger Millionenhöhe! Im Vorbericht des Haushaltsentwurfes
liest sich das so (S.18): "Insgesamt erhöhen sich die
Zinsausgaben im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 Mio. EUR. Darin enthalten
ist die Reduzierung der Zinsausgaben für die Investitionskredite
um 6,9 Mio. EUR infolge der Entschuldung durch die WOBA-Privatisierung
sowie eine Erhöhung der Zinsausgaben für Vorfälligkeitszinsen
in Höhe von 12,8 Mio. EUR (einmalige Zahlung, die aus Privatisierungserlösen
finanziert werden soll)".
3. Doch damit nicht genug. Auch in den kommenden Jahren soll ein
großer Anteil des Verkaufserlöses "verfrühstückt"
werden. Der Haushaltsentwurf sagt dazu folgendes (S. 24): "Im
Haushaltsjahr 2006 werden der allgemeinen Rücklage ca. 81,3
Mio. EUR aus den Verkaufserlösen der WOBA Dresden GmbH zugeführt,
welche zur Deckung von Investitionen in den folgenden Jahren entnommen
werden."
Vor diesem Hintergrund wirkt der wohl als Beruhigung für Frau
Ostrowski gemeinte Satz im Vorbericht (S. 22) wie Hohn: "Im
Haushaltsjahr 2006 sollen die städtischen Geschäftsanteile
am Konzern WOBA Dresden veräußert werden. Die Erlöse
sind vorwiegend zur Schuldentilgung einzusetzen".
Für ihre eigene Partei ist Ostrowski ohnehin ein schwerer
Klotz am Bein. Nun dürfte ihr dieser Haushaltsentwurf auch
noch einen dicken Kloß in den Hals setzen.
Wir WOBA-Gegner wissen: Lügen haben kurze Beine. Deswegen
sagen wir allen Bürgerinnen und Bürgern, die unterschreiben,
ganz ehrlich: Ob es einen Bürgerentscheid gibt oder nicht,
wird nicht vom OB oder vom RP entschieden.
Darüber entscheiden nur zwei Dinge:
1. Die Zahl der Unterschriften und
2. Ein Beschluss des Stadtrates.
Die Initiatoren haben einen langen Atem. Wie es die Mehrheit des
Stadtrates mit der Bürgerbeteiligung hält, wird sich zeigen.
Auch bei Frau Ostrowski.
Wir sind gespannt."
Sabine Friedel
nach oben
Bürgerbegehren geht weiter!
Für die Bürgerinitiative „WOBA- erhalten!“
ändert sich nichts nach der Stellungnahme durch das Regierungspräsidium.
Auch nach der Stellungnahme des RP, wonach die augenblicklich laufende
Unterschriftensammlung gegen den Verkauf der Dresdner WOBA folgenlos
bleibt, beendet die BI ihre Unterschriftensammlungen nicht. Der
Auffassung des RP widersprechend äußerte Sabine Friedel,
SPD-Stadträtin, für die BI: „Was das RP in seiner
Stellungnahme feststellt betrifft einen völlig anderen Sachverhalt!“
Bereits in einer Pressekonferenz der BI, welche am Dienstag letzter
Woche stattfand hatte ihr Fraktionskollege und Mitinitiator Dr.
Peter Lames mitgeteilt, dass die Möglichkeit bestehe Unterschriften
auf Vorrat zu sammeln. „Das bedeutet, man könne bis zum
letztendlichen, anvisierten Verkaufsbeschluss im Frühjahr nächsten
Jahres sammeln“, so Friedel. „Diese Rechtsauffassung
haben wir auch in einem unabhängigen Rechtsgutachten bestätigt
bekommen“. „Die ganze Fristdiskussion, ob nun der Beschluss
vom Juli oder der vom September eine rechtliche Grundlage ist für
ein Bürgerbegehren, spiele somit für unser Anliegen keine
entscheidende Rolle“. Friedel weiter, „dass die Stadtverwaltung
kein Interesse daran habe, der Rechtsauffassung der Bürgerinitiative
zu folgen und das Bürgerbegehren am liebsten für tot erklärt,
sei aus der Sicht ihrer Interessen verständlich. Allerdings
ändert das nichts an den objektiven Tatsachen“.
Der einfachste und bürgerfreundlichste Weg, die jetzige Situation
zu beenden und alle Dresdnerinnen und Dresdner bei der Entscheidung
um den WOBA - Verkauf mitentscheiden zu lassen, ist in ihren Augen,
die Initiierung eines Bürgerentscheides durch Oberbürgermeister
und Stadtrat selbst. „Dazu kann ich alle Beteiligten nur immer
wieder herzlichst einladen“, so Friedel abschließend.
Morgenpost 12.11.2005
Noch mehr Amis wollen unsere Woba kaufen
Amerikanische Investmentgesellschaften buhlen um die Woba: Rund
50 Interessenten gibt es für die städtische Wohnungsgesellschaft.
Zwei potentielle Investoren haben sich bereits in Dresden präsentiert.
Umgangssprachlich werden sie Heuschrecken genannt - Fondsgesellschaften,
die im großen Stil in Deutschland "einkaufen". Gestern meldete sich
Matthias Moser, Manager des deutschen Ablegers der weltweit agierenden
Fortress Investment Group zu Wort: "Wir wollen die Woba kaufen."
Und Moser hat schon genaue Pläne mit der Woba: "Die Woba soll unsere
Zentrale für Ostdeutschland werden." Die Gesellschaft hatte 2004
bereits die Gagfah mit Wohnungen in ganz Deutschland und in diesem
Jahr die Nileg in Hannover gekauft. Von Dresden aus sollen dann
Wohnungen in den neuen Bundesländern zugekauft werden. Moser: "Die
Woba soll wachsen." Moser will im kommenden Jahr gleich mit der
Woba an die Börse. Mitbewerber Apellas Property Management hatte
seine Bewerbung bereits angekündigt. Allerdings ohne konkrete Angaben.
Geschäftsführer Ulrich Weber hatte betont, Mieter würden als Kunden
angesehen und auch deren Zufriedenheit habe Priorität. Zunächst
hatte auch Cerberus Interesse angemeldet, dann aber zurückgezogen.
Mittlerweile hat die Firma die Baubecon des DGB (20000 Wohnungen)
gekauft. Verkaufsgegner schlagen angesichts der Bieter die Hände
über den Köpfen zusammen. SPD-Stadträtin Sabine Friedel: "Das sind
die üblichen Verdächtigen internationaler Fondsgesellschaften. Ich
fürchte, sie hätten einen schlechten Einfluss auf den Wohnungsmarkt
in Dresden." AW
nach oben
Entscheidung über
den Verkauf der WOBA ist noch nicht gefallen!
Dresden. Die Bürgerinitiative „WOBA erhalten!“
ist davon überzeugt, dass die Entscheidung über den Verkauf
noch nicht gefallen ist, denn der Zuspruch in der Bevölkerung
ist weiterhin anhaltend.
Allein in der vergangenen Woche kamen über 10.000 Unterschriften
bei der Initiative an.
Durchweg positive Unterstützung gab es auch bei der Podiumsdiskussion
unter dem Unter dem Motto „WOBA erhalten – Deshalb braucht
Dresden den Bürgerentscheid!“ am vergangenen Mittwoch
im Volkshaus am Schützenplatz..
Über 50 Gäste, darunter auch der Dresdner Kabarettist
Olaf Böhme verfolgten unter großer Anteilnahme den Schlagabtausch
zwischen Franz-Georg Rips, Direktor des Mieterbundes, Ralf Hron,
DGB-Regionsvorsitzender, Dietmar Fischer, FDP-Kreischef und Bernd
Reißmann, einem Mieter.
Dr. Rips kritisierte, dass außer Herrn Fischer die Befürworter
des Verkaufs der WOBA nicht bereit waren, an Diskussion teilzunehmen.
„ Das ist politische Unkultur, dass sich die Befürworter
nicht an dem Gespräch beteiligen wollen.“, so Rips.
Im wesentlichen konzentrierte sich die Auseinandersetzung auf den
Umgang mit kommunalem Wohnungseigentum. DGB Chef Hron dazu: „
Die WOBA gehört allen Dresdner Bürgerinnen und Bürgern.“
Auf die Meinung des FDP Vertreters, der Verkauf sei notwendig, um
die Stadt zu entschulden, entgegnete Dr. Rips: „Wohnungen
sind nicht nur Wirtschaftsgüter, sondern auch Sozialgüter.“
und „ die Stadt hat die Daseinsfürsorge, allen Bürgerinnen
und Bürgern Lebenschancen zu bieten.“
Von der Stadt und den Befürwortern des Verkaufs werde vergessen,
dass in den Wohnungen Menschen leben und die WOBA dadurch nicht
bloßes Profitpotential ist.
Dabei nütze auch der Hinweis auf eine Sozialcharta nichts.
Denn mit Hinblick auf mögliche Käufer meinte Hron: „
Wenn wir Fonds vertrauen ist das, als wenn man wie Rotkäppchen
durch den Wald läuft und sich vor den Wolf legt.“
„Wenn wir das Bürgerbegehren mit Unterstützung der
Dresdnerinnen und Dresdner durchziehen, wird der Verkauf so nicht
kommen!“, so Hron abschließend.
SZ 11.11.05
DGB-Chef verteidigt Aufwandsentschädigung
DGB-Chef Ralf Hron wehrt sich mit Blick auf Unterschriftensammler
für das Woba-Begehren gegen die Bezeichnung Drückerkolonnen.
Etliche Dresdner sammelten unentgeltlich. 30 Personen zahle der
DGB eine Aufwandsentschädigung. Das hatte FDP-Fraktionschef
Jan Mücke kritisiert und dabei von Drückerkolonnen gesprochen.
(SZ/ale)
nach oben Sächsische
Zeitung 10.11.05
Woba-Begehren in der Kritik
Um das Bürgerbegehren zum Erhalt der Woba-Mehrheit in kommunaler
Hand gibt es Wirbel. Die FDP kritisierte am Mittwoch den Einsatz
von bezahlten Unterschriftensammlern. Damit sei das Begehren moralisch
gescheitert, betonte der Fraktionsvorsitzende Jan Mücke, der
dabei zudem von Drückerkolonnen sprach.
DGB-Chef und Mitinitiator Ralf Hron wies diese Formulierung zurück.
30 Sammler erhielten lediglich eine Art Aufwandsentschädigung.
Details nannte er nicht, sie soll dem Vernehmen nach aber bei sechs
Euro pro Stunde liegen.
Hron zufolge wurden bereits mindestens 27 000 Unterschriften gesammelt.
Nötig für einen Bürgerentscheid sind aber mehr als
60 000. (SZ/ale)
Mücke diskreditiert Bürgerwillen
Zu den erhobenen Vorwürfen des FDP Fraktionsvorsitzenden Mücke
erwidert der DGB-Chef Ralf Hron: „Der Angriff Mückes
auf die Bürgerinitiative „WOBA – erhalten!“
diskreditiert den Willen fast 30.000 Dresdner Bürgerinnen und
Bürger.“
„Wie man angesichts einer so großen Zahl von Menschen,
die sich bisher gegen den Totalverkauf der WOBA aussprechen –
und es sind täglich Tausende die dazukommen - von einem moralischen
Ende der Bürgerinitiative sprechen könne ist ihm unverständlich“.
Außerdem empfindet es der Gewerkschafter als eine „Herabwürdigung
derer, die sich bei Wind und Wetter auf die Straße stellen
und Unterschriften sammeln“, wenn man diese als „Drückerkolonnen“
bezeichne.
Hron weiter: „Die FDP hat offensichtlich Angst, dass der Totalverkauf
so nicht kommen wird und das zu Recht. Deshalb ist ihr anscheinend
jedes Mittel recht, der Bürgerinitiative Knüppel zwischen
die Beine zu werfen. Für Bürgerbeteiligung spricht sie
sich nur dann aus, wenn es ihren Klientelinteressen in den Kram
passt, siehe Waldschlößchenbrücke.“
Dieses Verhalten ist ja bereits von OB Roßberg bekannt (ebenfalls
FDP). Der hatte der Bürgerinitiative den Zugang zu den Ortsämtern
und den Rathaussaal verweigern lassen. Mit Blick auf die seinerzeitigen
Wahlversprechen des OBs zu mehr Bürgerbeteiligung rät
der Gewerkschaftschef den Kommunalpolitikern nicht fortwährend
Angst vor dem Willen der Bürger der Stadt zu haben.
Hron: „Dresdnerinnen und
Dresdner sollen die Listen schnell zurückbringen!“
Dresden. Bereits seit über einem Monat sammelt die Bürgerinitiative
„WOBA erhalten!“ Unterschriften gegen den geplanten
Komplettverkauf des städtischen Unternehmens.
Täglich kommen im Büro der Initiative im Volkshaus am
Schützenplatz mehrere Listen von Bürgerinnen und Bürgern
an.
Aber noch sind mehr als 50.000 Listen im Umlauf. Mitiniator und
DGB-Regionschef Ralf Hron: „Wir haben in den letzten Wochen
mehrere tausend Listen in einzelne Haushalte verteilt und auch über
die Mitglieder der Initiative Listen an die Verbände gegeben.“
Hron zeigt sich enttäuscht über den schleppenden Rücklauf:
„Bisher kommen im Verhältnis zu den ausgegebenen Listen
zu wenig Unterschriften bei uns an.“ Hrons Bitte an alle Dresdnerinnen
und Dresdner: „Helfen Sie uns mit, die WOBA in städtischem
Eigentum zu behalten und bringen Sie die Listen so schnell wie möglich
zu uns.“
Es besteht auch die Möglichkeit, die Listen portofrei an den
Mieterverein, Schäferstraße 42-44, 01067 Dresden zu schicken.
Termine der Bürgerinitiative
„WOBA erhalten!“ in der Woche vom 2. bis 7. November
Folgende Termine der Bürgerinitiative „WOBA erhalten!“
sind im Verlaufe der Woche geplant:
Mittwoch 02.11. 2005
16.00 Uhr bis 22.00 Uhr Infostand der PDS-Dresden und der Arbeitsloseninitiative
Dresden vor dem Kulturpalast
Donnerstag 03.11.2005
10.00-18.00 Uhr Infostand der PDS Dresden am Schillerplatz
12.00–19.00 Uhr Infostand der PDS Dresden am Fetscherplatz
16.00-19.00 Uhr Infostand des SPD-Ortsvereins Dresden-Nord am Marktplatz
in Klotzsche
Freitag 04.11.2005
16.00 Uhr Infostand des SPD-Ortsvereins Dresden-Cotta am Sachsenforum
in Gorbitz
16.00 –20.00 Uhr Infostand des SPD-Ortsvereins Dresden-Pieschen
an der Leipziger Straße, Höhe Trachauer Bahnhof
Samstag 05.11.2005
10.00 - 14.00 Uhr Infostand des SPD-Ortsvereins Dresden-Pieschen
Lommatzscher Straße, Höhe UCI (Elbepark)
Montag 07.11. 2005
16.00-19.00 Uhr Infostand der Bürgerinitiative vor dem Ortsamt
Pieschen
16.00–19.00 Uhr Infostand der Bürgerinitiative vor dem
Ortsamt Loschwitz
täglich
14.00–18.00 Uhr Infostand der Bürgerinitiative vor der
Altmarktgalerie, Dr.-Külz-Ring
nach oben Bürgerinitiative
WOBA erhalten: „Stadt blockiert Demokratie!“
Dresden. Bereits zum wiederholten Male blockiert die Stadt Dresden
das Bürgerbegehren gegen den geplanten Verkauf der WOBA.
Erst vor kurzem war eine Tour durch die Ortsämter gescheitert,
weil die Stadt der Bürgerinitiative „WOBA erhalten!“
den Zutritt zu den Ortsämtern verweigerte.
Ein Nachfrage der SPD-Stadträtin Sabine Friedel ergab jetzt,
dass eine geplante Informationsveranstaltung der Initiative nicht
im Rathaus stattfinden darf.
Friedel: „Der Oberbürgermeister hat eine Dienstanweisung
herausgegeben, nach der grundsätzlich keine Veranstaltungen
der Bürgerinitiative in Räumen der Stadt Dresden stattfinden
dürfen.“
„Das ist Blockade direkter Demokratie, denn nichts anderes
ist ein Bürgerbegehren.“, so Mitinitiator und Stadtrat
von Bündnis90/Die Grünen, Jens Hoffsommer empört
„Schließlich müssen alle Dresdnerinnen und Dresdner
die Möglichkeit haben, sich zum Verkauf der WOBA zu informieren.“
Die Initiative kämpft jedoch auch gegen die ständige Verhinderungstaktik
der Stadt weiter um jede Stimme.
„Wir lassen uns von den Tricksereien des Oberbürgermeisters
nicht aufhalten, ich bin optimistisch, dass wir unser Ziel, die
erforderliche Anzahl an Unterschriften zusammen zubekommen trotzdem
erreichen“, meint Hoffsommer abschließend.
Totalverkauf der WOBA
ist eine Entscheidung, die alle Dresdner betrifft!
Seit vier Wochen sammelt die Bürgerinitiative „WOBA
- erhalten!“, zu der sich der Mieterverein, der DGB, ver.di,
die Bürger für Dresden, SPD, Linkspartei.PDS und Bündnis
90/Die Grünen zusammengeschlossen haben, unermüdlich Unterschriften
gegen den Totalverkauf der WOBA GmbH. Bis zum 17. November müssen
63.000 Unterschriften zusammenkommen, um in der Angelegenheit alle
Bürgerinnen und Bürger der Stadt Dresden mitentscheiden
zu lassen. Die Aussichten darauf, dass dies auch gelingt, sind groß:
Peter Bartels Vorsitzender des Mietervereins: „An unseren
Infoständen erfahren wir von den Dresdnerinnen und Dresdnern
großen Zuspruch für unser Vorhaben. Aber“, so Bartels
weiter: „Klar ist, dass diese Sache nicht nur Mieter der WOBA
angeht. Schließlich handelt es sich um den Verkauf kommunalen
Eigentums und damit des Eigentums aller Bürgerinnen und Bürger
dieser Stadt.“
Unterstützen auch sie das Anliegen der Bürgerinitiative
„WOBA - erhalten!“ und helfen Sie uns beim Sammeln der
Unterschriften.
Infostände der Initiative
täglich von 15.00 bis 19.00 am Dr. Külz-Ring vor der Altmarktgalerie,
am 19.10. ab 16.00 vor dem Ortsamt Leuben,
am 21.10. zum Wochemarkt an der Lingnerallee,
am 22.10. von 9.00 bis 12.00 am Sachsenforum in Gorbitz,
am 24.10. ab 16.00 vor dem Ortsamt Prohlis
am 26.10. ab 16.00 vor dem Ortsamt Cotta.
Bürgerinitiative
„WOBA - erhalten!“
Schützenplatz 14
01067 Dresden
Tel.:(0351) –8633 370/371
Fax: (0351) – 8633 379
Rathaus blockiert Bürgerbegehren
Schon seit Tagen unterschreiben viele Dresdnerinnen und Dresdner
auf den gelben Unterschriftenlisten für das WOBA-Bürgerbegehren.
Doch im Dresdner Stadtbild bleibt es erstaunlich ruhig.
„Wir haben Plakate gedruckt um die Bürgerinnen und Bürger
auf das Bürgerbegehren aufmerksam zu machen“, so Mitinitiator
Ralf Hron. „Doch das Rathaus blockiert seit mehreren Tagen
unsere Aktivitäten“.
Die Bürgerinitiative hat eine Informationstour durch die Dresdner
Ortsamtsbezirke geplant. Doch aus dem Rathaus hieß es: Der
Oberbürgermeister hat angewiesen, dass die Ortsämter nicht
für Veranstaltungen zur WOBA zur Verfügung gestellt werden.
„Ein Unding“, so Jens Hoffsommer von der Bürgerinitiative.
„Die Stadtverwaltung hat die Pflicht, die Willensbildung der
Einwohner zu ermöglichen. Wir leben schließlich in einer
Demokratie!“
Auch bei der Beantragung von Informationsständen und Plakaten
beißen die Organisatoren immer wieder auf Granit. „Normalerweise
arbeitet die Verwaltung solche Anträge schnell und zuverlässig
ab“, berichtet Mitinitiatorin Sabine Friedel. „Aber
in Sachen WOBA scheint von der Rathausspitze eine ganz besondere
Dienstanweisung gekommen zu sein.“
Die Aktiven lassen sich jedoch nicht unterkriegen. „Wir sind
jeden Tag an der Altmarktgalerie und bekommen viel Zuspruch“,
so Geschäftsführer Andre Schnabel. „Die organisatorischen
Hürden nehmen wir, denn der Rückenwind der Dresdnerinnen
und Dresdner gibt uns Schwung.“
Andre Schnabel
Aktuell: Ist das Bürgerbegehren
rechtlich zulässig?
In den letzten Tagen wurde in der Presse viel darüber spekuliert,
ob das Bürgerbegehren "WOBA erhalten" rechtlich zulässig
ist oder nicht. Dazu gibt es folgendes zu sagen.
- Das Bürgerbegehren "WOBA erhalten" ist rechtlich
zulässig. Alle Anforderungen lt. § 25 der Sächsischen
Gemeindeordnung
(Fragestellung,Kostendeckungsvorschlag usw.) sind erfüllt!
- Die juristischen Spitzfindigkeiten der Gegnern des Bürgerbegehrens
sind Ausdruck der Unsicherheit der Befürworter des Totalverkaufes.
Sie haben Angst vor dem Votum der Bürger und versuchen über
Verfahrenstricks
die Beteiligung der Bürger zu verhindern.
Wir bitten Sie herzlich: Lassen Sie sich nicht verunsichern.
Unterstützen Sie das Bürgerbegehren! Sorgen Sie dafür,
dass die Bürger entscheiden dürfen! Dieses Bürgerbegehren
ist die einzige Chance, einen Bürgerentscheid zu erwirken!
Hinweise zum Ausfüllen
der Unterschriftenliste für das Bürgerbegehren
Liebe Bürgerinnen und Bürger, damit Ihre Unterschrift
nicht als ungültig gewertet wird, bitten wir Sie, beim ausfüllen
der Listen folgende Punkte zu beachten!
- nur die vorgegebenen Listen ausfüllen
- nur auf eine Zeile schreiben
- nur die vorgegebenen Spalten ausfüllen, d.h. nicht auf
der Rückseite schreiben
- leserlich schreiben
- eigenhändig ausfüllen
- das Geburtsdatum vollständig mit Tag und Jahr angeben
- immer alle Wohnangaben vollständig ausschreiben, auch wenn
sie in der Zeile darüber genauso angegeben sind, d.h. keine
„Gänsefüßchen“ o.ä.
- den Wohnort Dresden ausschreiben, d.h. nicht „DD“
„DR“ o.ä.
(zurück)
REITs-Klima unter deutschen
Dächern Von Alexandra Krieger
Werkswohnungen und gemeinnützige Wohnungen gehen en gros an ausländische
Finanzinvestoren. Damit wird ein Kernbestand des sozialen Wohnungsbaus
in Deutschland verkauft. Mieter und Beschäftigte sind in Sorge.
WEITER
(PDF) >>
(zurück)
Bürgerinitiative „WOBA
erhalten“: Die Bürgerinnen und Bürger sollen entscheiden!
Die Bürgerinitiative "WOBA erhalten" appelliert an die Dresdner
Stadträtinnen und Stadträte aller Fraktionen einen Bürgerentscheid
zur Frage des WOBA-Verkaufs zuzulassen. Der mögliche Verkauf des
städtischen Wohnungsunternehmens ist von einer solchen Tragweite,
dass den Bürgerinnen und Bürgern selbst darüber entscheiden sollten.
Die in der Bürgerinitiative vertretenen Stadträte werden zur Stadtratssitzung
am 22. September 2005 einen entsprechenden Antrag einbringen. Sollte
die Mehrheit des Stadtrates dem Antrag nicht stattgeben, wird die
Bürgerinitiative ein Bürgerbegehren einleiten.
Peter Bartels (Mieterverein Dresden) Petra Becker (Mieterverein
Dresden) Thomas Blümel (Bürger für Dresden) Frank Fischer (ver.di
Bezirk Dresden) Sabine Friedel (SPD Dresden) Gerhard Gerdes (Bürger
für Dresden) Jens Hoffsommer (Bündnis 90/Die Grünen Dresden) Ralf
Hron (DGB Region Dresden) Dr. Peter Lames (SPD Dresden) Achim Wesjohann
(Bündnis 90/Die Grünen Dresden)
(zurück)
Pressemitteilung: Mehr Demokratie
wagen! Bürgerinitiative ruft Stadtrat zum Beschluss des WOBA-Bürgerentscheids
auf
Auf seiner Sitzung am kommenden Donnerstag wird der Dresdner Stadtrat
über einen Antrag zur Durchführung eines Bürgerentscheids befinden.
Die Bürgerinitiative "WOBA Dresden erhalten" ruft die Stadträtinnen
und Stadträte aller Fraktionen dazu auf, die Durchführung eines
Bürgerentscheides zum geplanten WOBA-Verkauf zu beschließen. "Über
eine Entscheidung von solch großer Tragweite müssen die Bürgerinnen
und Bürger selbst entscheiden dürfen", so der DGB-Regionsvorsitzende
RALF HRON, dessen Organisation die Bürgerinitiative unterstützt.
PETER BARTELS, Vorsitzender des Mietervereins und ebenfalls Mitglied
der Bürgerinitiative., ergänzt: "In der WOBA Dresden GmbH ist nahezu
das gesamte städtische Grundvermögen enthalten - das Vermögen der
Bürgerinnen und Bürger Dresdens. Eine Entscheidung über die Zukunft
dieses Sozialguts ist eine Entscheidung über die Zukunft der gesamten
Stadt. Und diese Entscheidung wird Dresden nicht nur für die nächsten
Jahre, sondern für immer prägen." Eine Reihe von Stadträtinnen und
Stadträten haben bereits im Vorfeld ihre Zustimmung zu einem Bürgerentscheid
signalisiert. "Wir hoffen auf die Zweidrittelmehrheit im Stadtrat",
so HRON. "Die Kommunen sind die Wurzel der Demokratie. Die Stadträte
sollten bei diesem wichtigen Thema mehr Demokratie wagen. Die Bürger
sollen entscheiden!"
(zurück) |